 |
BIOGRAPHIE
Mame Cheikh Diba Beye wurde 1959 in Thies, Senegal geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters wuchs er bei seinem Onkel, einem der berühmtesten Marabuts Westafrikas auf. Ein Marabut ist eine Mischung aus islamischen Priester und Medizinmann. Sie lehren und interpretieren den Koran, betreiben aber immer noch die uralten, magischen Praktiken des animistischen Afrikas.
Cheikh Beye lebte bis zu seiner Volljährigkeit im Hause seines Onkels und besuchte dort dessen Koranschule. Er wurde in das uralte Wissen des schwarzen Kontinents eingeweiht und lernte auch magische Praktiken. Als junger Erwachsener reiste er durch viele afrikanische Länder und arbeitete als Musiker, Künstler, Schneider, Seemann und Feldarbeiter. Schon sehr früh widmete er sich der Malerei und in seine Bilder fließen sein großes Wissen über afrikanische Mythen und seine vielfältigen Erfahrungen ein. Cheikh Beye heiratete und ließ sich in St. Louis, einer idyllischen Küstenstadt im Norden Senegals nieder. Einige Jahre später starb seine Frau und ließ Cheikh, seine 13 jährige Tochter Fatou und seinen 8 jährigen Sohn Omar alleine zurück. Cheikh arbeitet hart um seiner kleinen Familie das Überleben zu ermöglichen. Er nimmt Gelegenheitsjobs an und arbeitet bis spät in der Nacht noch in seinem kleinen Zimmer als Schneider. Zurzeit bewohnt er mit seinen Kindern ein 10 qm Zimmer in einem Lehmbau zusammen mit einer 20-köpfigen Familie.
KUNST
Die Kunst ist Cheikhs Leben. Schon als Kind widmete er sich der Musik und vor allem der Malerei. Er ist ein Autodidakt, der ausschließlich durch Erfahrung und Beobachtung gelernt hat. Cheikh hat nie eine formelle Kunstausbildung erhalten, trotzdem - oder gerade deswegen - verkörpern seine Gemälde die lebendige afrikanische Kunst. Das Leben war und ist immer noch hart für Mame Cheikh Beye. Trotzdem schafft er es sich Geld für Leinwand und Farben vom Mund abzusparen, um wieder einmal die afrikanische Seele bildlich einzufangen.
Aller Schicksalsschläge zum Trotz hat Cheikh Beye sich sein freundliches und aufrichtiges Wesen bewahrt. Die Lebensfreude und Sicherheit, die man auch aus seinen Bildern spürt, kommt von seiner tiefen Lebenserfahrung und dem Wissen um den uralten Kreislauf des Lebens.
Seine Gemälde verkörpern diese Kraft und Energie und machen sie fast greifbar. Cheikhs Leben hat seinen einzigartigen Malstil erzeugt, mittels dem er auf abstrakte Weise in jedem seiner Gemälde archetypische Geschichten erzählt. Sein magisches Wissen fließt in seine Gemälde ein und so fühlt auch der europäische Betrachter etwas von der unbändigen Freude und der tiefen Weisheit Afrikas.
zur Galerie
|